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10 goldene Regeln.

Großer Splash. Klarer Kopf. Splashdiving lebt von Können, gegenseitigem Respekt und der Freiheit, auch Nein zu sagen. Diese zehn Regeln sind unser gemeinsamer Kompass am Wasser.

Sprung und Splash aus der Vogelperspektive. Originalarchiv.
Sprung und Splash aus der Vogelperspektive. Originalarchiv.

Spring nur, wo es erlaubt und freigegeben ist.

Nutze ausschließlich ausdrücklich freigegebene Sprunganlagen und halte Dich an die Badeordnung sowie die Anweisungen der Aufsicht. Ein Eintrag im Spotfinder ist keine Sprungerlaubnis. Brücken, Klippen und unbekannte Gewässer sind keine Alternative zur freigegebenen Anlage.

Erst prüfen. Dann springen.

Die verantwortliche Fachperson muss Anlage, Wassertiefe, Eintauchbereich, Ausstieg und Rettungswege für die konkrete Übung beurteilen. Klares Wasser allein beweist keine Sicherheit. Bei ungeklärten Bedingungen bleibt der Sprung aus.

Lerne mit qualifizierter Begleitung.

Splashdiving ist kein Selbstversuch nach einem Clip. Lerne neue Bewegungen unter fachkundiger Anleitung und mit geregelter Aufsicht und Rettungsbereitschaft. Die Jump Chart erklärt Landepositionen, ersetzt aber weder Unterricht noch eine Sicherheitsfreigabe.

Kontrolle kommt vor Höhe.

Starte mit Grundlagen und steigere Dich nur nach individueller Einschätzung durch Deine Trainingsleitung. Neue Sprünge, Drehungen und größere Höhen gehören nicht in spontane Challenges. Können wächst Schritt für Schritt.

Freie Bahn. Ein Sprung nach dem anderen.

Spring erst nach Freigabe und wenn der gesamte Eintauchbereich frei ist. Halte Abstand, drängle nicht und schubse niemanden. Verlasse die Landezone nach dem Auftauchen auf dem vereinbarten Weg.

Fit an den Start. Rechtzeitig Pause.

Spring nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und nicht bei Erschöpfung, Schmerzen, Krankheit oder eingeschränkter Reaktionsfähigkeit. Wärm Dich unter Anleitung auf, beachte Wetter und Wassertemperatur und melde Beschwerden sofort. Eine Pause ist eine gute Entscheidung.

Dein Nein zählt. Immer.

Du entscheidest, ob Du springst. Niemand darf Dich auslachen, unter Druck setzen oder für einen Abbruch bestrafen. Auch ein bereits angekündigter Sprung kann abgesagt werden. Likes und Applaus sind kein Grund, Deine Grenzen zu übergehen.

Respektiere Körper, Grenzen und Privatsphäre.

Keine sexualisierten Sprüche, kein Anfassen ohne Einverständnis und keine Aufnahmen in Umkleiden oder Duschen. Hilfestellungen werden vorher erklärt und abgestimmt. Fotos, Videos und Veröffentlichungen brauchen die jeweils erforderlichen Einwilligungen; eine Ablehnung hat keine sportlichen Nachteile.

Schau hin. Hol Hilfe.

Nimm Grenzverletzungen, Gewalt und Unsicherheit ernst. Geh zu einer sicheren Ansprechperson oder nutze eine unabhängige Beratungsstelle. Du musst einen Verdacht nicht selbst beweisen. Bei akuter Gefahr: Notruf und Schutz organisieren, ohne Dich selbst zu gefährden.

Mach die Szene besser, nicht riskanter.

Unterstütze andere, halte Anlagen sauber und respektiere Natur, Nachbarschaft und Badpersonal. Teile keine gefährlichen Mutproben und verherrliche keine Übergriffe. Eine starke Crew schützt ihre Menschen, nicht ihren Ruf.

Diese neu formulierten Community- und Sicherheitsgrundsätze sind kein technisches Wettkampfregelwerk und keine Garantie für einen sicheren Sprung. Betreiberregeln, schulische Vorgaben, individuelle Eignung und die fachliche Beurteilung vor Ort bleiben maßgeblich.

Die allgemeinen Wasser-Sicherheitsgrundsätze orientieren sich an den Sicherheitstipps der DLRG. Die Präventionsgrundsätze greifen die Hinweise der Deutschen Sportjugend zum Kinder- und Jugendschutz auf. Die Formulierungen sind eine eigene Splashdiving-Fassung, keine Freigabe durch diese Organisationen.

Redaktioneller Stand: 24. Oktober 2026.

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