
SPLASHDIVING WM 2015

2015 · There is more to a summer than diving.
Geschichte aus dem Archiv · 2015
Ein Sommer hat mehr als Sprünge.
Eine Pause in der Sonne und drei direkte Blicke in die Kamera. Vier Fotos lassen Menschen Platz, nicht nur ihrer Leistung.
Einen Moment bleiben.

Werner Gröhn sitzt mit Sonnenbrille und Kopfhörern an einer weißen Wand. Neben der Tasche stehen seine Schuhe. Ein Bein reicht in den Vordergrund, darüber liegen weiter Himmel, ein paar Wolken und die Sonne.
Auf diesem Bild wird nichts gewertet. Gerade deshalb lohnt es sich: ein Mensch im Bad, mit Platz um sich herum, ohne dass jeder Moment zum Sprung werden muss. Das Kameradatum nennt den 21. Juli 2015; der genaue Aufnahmeort ist nicht gesichert.
Ein Name und ein Gesicht.


Alexandra Rodikova und Daniel Döhling schauen auf zwei bereitgestellten Athletenporträts in die Kamera. Hintergründe und Proportionen sind verschieden. Sie wurden nicht in identische Ausschnitte gezwungen.
Die Bilder erlauben eine leisere Vorstellung als ein Wettkampfergebnis. Die Namen stammen aus den Originaldateien, die Kameradaten gehören zum Juli 2015. Aus dem Aussehen werden keine Platzierung, Nationalität oder persönliche Geschichte abgeleitet.
Ein direkter Blick.

Laurin Hastreiters Porträt bleibt ebenso direkt: schlichter Hintergrund, dunkles Shirt, Blick in die Kamera. Die Stärke liegt darin, wie wenig um Aufmerksamkeit konkurriert.
Zusammen bewahren diese Fotos etwas, das auch ins Archiv gehört: Gesichter und ganz normale Pausen rund um einen Sport. Sie werden weder als vollständiges Mannschaftsbild noch als Nachweis ausgegeben, dass jede Person bei einer bestimmten Veranstaltung angetreten ist.


